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Die Änfänge der Bevölkerungsgruppe

1980 – Gründung der Bevölkerung

Wie alle anderen Wallensteingruppen gründete der Fischertagsverein Memmingen die Gruppe der späteren Bevölkerung. Aus 250 Mitwirkenden, Frauen, Männern und Kindern setzte sich die Gruppe zusammen. Geleitet wurde sie von Rektor Kugler, der auch als Ausschussmitglied im Verein tätig war.

Die Bevölkerung war einst nur als Statist bei den Theateraufführungen eingeteilt. Die Kostümierten hatten damals noch kein eigenes Lagerleben mit Versorgung. Die Mitwirkenden setzten sich aus dem einfachen Volk, der Gruppe BV I und der BV II mit 20 Personen aus der oberen Bevölkerungsschicht zusammen, unter der Leitung von Fred Buder.

1983 – Erster Festausschuss und eigene Verpflegung

Im Frühjahr 1983 beruf der Organisationsleiter Hermann Pfeifer den ersten Festausschuss ein, in dem die unterschiedlichen Gruppen mit ihren Gruppenleitern neu sortiert wurden. Die Bevölkerung wurde zunächst vom Vorstand des Trachtenvereins Hans Kramer geleitet, da bereits 90 Personen in beiden Gruppen aktiv waren. Zur Hand ging ihm Rosemarie Bilgram.

Im selben Jahr erhielt die Bevölkerung für die Verpflegung der vielen Gruppenglieder eine Bude in der Grimmelschanze.

1987 – Neuer Lagerplatz und kalter Sommer

Für das Wallensteinjahr ’87 quittierte Hans Kramer seinen Gruppenleiterposten und überließ 250 Mitwirkende allein Rosemarie Bilgram. Sie bekam Unterstützung von Armin Beyer und der Familie Medwed, die im Wallensteinsommer 1987 die Verpflegung der Gruppe unter eigener Regie übernahm. Dabei erkämpfte sich die Gruppe gleichzeitig einen festen Lagerplatz in der Grimmelschanze, wo alle Mitglieder verkostet werden konnten.

1987 war ein nasser und kalter Sommer – das Theater wurde meist in der Stadionhalle aufgeführt. Für die Versorgung dort wurde ein Zelt aufgebaut, um die Leute mit Getränken und Essen zu versorgen. Aufgrund der großen Mannschaft bildete man zwei Lager: die Lagermannschaft und sonstiges Fußvolk sowie die Theaterstatisterie.

In der Gruppe waren auch Frauen und Kinder von Soldaten, die in eigenen Gruppen organisiert waren und noch keine eigene Marketenderei hatten.

1991 – Kein Wallenstein, aber ein großer Erfolg

Wegen umfangreicher Umbauarbeiten am Marktplatz fand 1991 kein Wallenstein statt. Doch startete die Gruppe mit den Pikinieren eine besondere Aktion in Eisleben, im Osten Deutschlands. Im Bierzelt der B + E Brauerei betrieben die Wallensteiner die bayrische Schmankerlecke. Bereits am zweiten Tag waren 2000 Portionen Krautspatzen ausverkauft.

Von dem Gewinn spendete die Gruppe 500 DM an den Kindergarten in Eisleben. Vom Rest wurde Lagerausstattung wie eine Pfanne mit Kocher und weiteres Zubehör angeschafft.

1992 – Neuer Lagerplatz und Stammtische

Ab Februar 1992 traf sich die Gruppe regelmäßig zu Stammtischen. Zum Wallenstein 1992 bekam die Bevölkerung den abgesenkten Lagerplatz vor der Stadthalle in der Grimmelschanze zugeteilt. Der Verein stellte zwei Zelte für die Bevölkerung und ein separates Zelt für die Theaterleute zur Verfügung. In diesem Jahr war die Gruppe 276 Personen stark.

1993–1996 – Sommerfeste, Schwabentag und Wachstum

In den Jahren 1993 und 1995 fanden die Sommerfeste der BV auf der Wiese des ehemaligen Fuhrmannes Badstuben am Konradsweiler Weiher bei Rot a. d. Rot statt. 1994 liefen 50 Leute beim Umzug in Augsburg am Schwabentag mit. In diesem Jahr beschloss die Gruppenleitung ihre neue Gruppensatzung und setzte den Mitgliedsbeitrag auf 10 DM pro Person fest.

1996 verfügte die Bevölkerung über ein gutes Sortiment an Häusern, Küchencontainern und Holz vor der »Hütt’n«.